Die junge Witwe eines Berliner Theaterdirektors hatte sich vorgenommen, den königlich-preußischen Flötenvirtuosen Johann Joachim Quantz zu heiraten. Da dieser jedoch nicht daran dachte, seine Junggesellenfreiheit aufzugeben, mußte sie ihn überlisten. Als er sie das nächste Mal besuchte, fand er sie ernstlich krank. Besorgt ließ er einen Arzt kommen und schließlich sogar einen Priester. Mit schwacher Stimme

hauchte die Todkranke ihren letzten Wunsch, mit dem Namen des geliebten Freundes zu sterben. Tief erschüttert war Quantz zur Eheschließung bereit, und der Priester erteilte dem Paar seinen Segen. Danach sprang sie munter aus dem Bett, umarmte den Verblüfften und legte ein Geständnis ab.