Gestern morgen, es war kurz nach zehn,
mußte der Kanzler einkaufen gehen.
Und wie er so in sich selbst verliebt
seinen Einkaufswagen durch die Gänge schiebt,
da bemerkt er gleich neben der irischen Butter
ein Schild mit der Aufschrift Dosenfutter.
„Dosenfutter? Dosenfutter?“
Der Kanzler denkt mächtig,
denn da ist eine Frage die ihn beschäftigt.
Des Herzens pulsierende Lebensstöße
hieven die Frage ins Hirngekröse,
wo sie vom Vorder- zum Hinterhirn eilt,
beim Hypothalamus kurz verweilt,
sodann auf einem Nervenstrang
ins Rückenmark entweichen kann;
Dort trifft sie nur eine Bandlamelle,
doch nicht die gesuchte graue Zelle.
Worauf sie wieder nach oben entschwindet,
indem sie
sich durch die Gänge windet
und in dem Hirne der Kanzlerbirne
ganz in der Näh seiner großen Stirne,
ein Tosen auslöst als würd’s gewittern;
Der Kanzler bebt, er beginnt zu zittern;
Und plötzlich bricht’s aus ihm heraus,
und gellend schallen sie durchs Haus,
die Worte die das Mark erschüttern:
„Seit wann muß man denn Dosen füttern?“