Der arme Kohn ist sehr, sehr krank. Er setzt es sich – nebbich! – in den Kopf, daß eine Nonne ihn pflegen soll. Die ‚ Mischpoche‘ (Familie, Klan) ist konsterniert. Aber zu einem Sterbenden muß man nett sein. Also wird beschlossen, daß eine entfernte Cousine
sich als Nonne verkleidet und bei Kohn melden soll. Sie legt eine Haube an und klopft an die Tür des Krankenzimmers.
„Wer ist draußen?“ fragt Kohn mit schwacher Stimme.
„Jach (jiddisch: ich), die Nunn!“ dröhnt es von der Tür.