Ein jüdischer Kaufmann gab seiner Frau den Auftrag, das Haus festlich zu beleuchten, sooft er schlechte Geschäfte gemacht hatte. Ging es ihm dagegen gut, dann sollte sie nur eine einzige Talgkerze anzünden. „Wenn es mir schlecht geht, dann sollen die andern sich auch ärgern“, erklärte er, „und das tun sie, wenn

sie denken, daß es mir gut geht. Darum die festliche Beleuchtung. Wenn es mir aber gut geht, dann gönne ich den andern auch eine kleine Freude, und sie freuen sich, wenn sie denken, daß ich mir nicht einmal mehr ein paar Kerzen leisten kann.“